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Bewegungsmelder – mehr Komfort und Sicherheit

Der Bewegungsmelder ist heute weit verbreitet. Kaum ein Haushalt verzichtet völlig auf die Sensoren, die auf Bewegung reagieren. Genaue Informationen über die Herkunft, die Funktion und wie sich Störungen vermeiden lassen, sind wenig verbreitet. Dies soll der Artikel ändern, damit Sie in Zukunft ohne Probleme den passenden Bewegungsmelder finden.

Straßenlampen mit Bewegungsmelder und Lichtsensor

Der Bewegungsmelder steuert Straßenlampen nach Bedarf.

Hintergründe zum Bewegungsmelder

 

Der Wunsch des Menschen eine unbemerkte Annäherung von Fremden zu verhindern ist tief in seinem Unterbewusstsein verankert. Bereits in der Antike gab es Alarmsysteme, die davor warnten. Sie basierten auf Haustieren wie Gänse oder Hunde, die lautstark Unbekanntes vermeldeten. Später wurden einfache mechanische Sicherungen wie Stolperdrähte verwendet.

Als die Elektrotechnik Sensoren entwickelte, die auf Licht reagierten, entstanden die ersten Lichtschranken. Die allerdings leicht zu überlisten waren und deren Installation genauer Präzision bedurfte.

Heute erfassen Bewegungsmelder nicht nur einen engen Durchgang, sondern können einen größeren Bereich überwachen.

Sensoren der Bewegungsmelder

Unternehmen wie Busch-Jaeger, Steinel oder Burg-Wächter sowie viele namenlose Hersteller die Sicherheitsprodukte bei Bauhaus, Obi oder Hornbach anbieten, verwenden in der Regel elektromagnetische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge. Die Produkte sind oft Teile der Smarthome Systeme von Telekom, Gigaset oder Fritzbox.

Bewegungsmelder mit Infrarottechnik sind sogenannte Passiv-Infrarot-Melder (PIR). Das Prinzip ist einfach. In dem Sensoren sind Photozellen, die auf Wärmestrahlung reagieren. Die als IR-Strahlung bezeichneten elektromagnetische Strahlung ist im Prinzip Licht mit einer langen Wellenlänge. Jeder warme Körper, also auch Menschen und Tiere, senden diese aus. Der Bewegungsmelder erkennt warme Körper, die an ihm vorbei gehen, besser als solche die sich ihm Nähern.

Da diese Bewegungsmelder keine Strahlung aussenden, sondern ausschließlich auf Strahlen reagieren, die in das Sensorfeld gelangen, spricht der Fachmann von passiven Systemen

Sie bekommen von Steinel, Busch-Jaeger und Burg-Wächter auch aktive Bewegungsmelder. Diese senden elektromagnetische Strahlen wie Mikrowellen oder Radar aus. Einige Anbieter verwenden auch Ultraschall. Annäherungen registrieren diese Bewegungssensoren, durch Änderungen der Reflektionen dieser Strahlung. Aktive Systeme funktionieren meist auch durch dünne Wände. Sie erkennen eine Bewegung in Richtung des Sensors besser als solche die quer zum Sensor erfolgen.

info-Smarthome Hersteller

In der Praxis kommt es immer darauf an, wie empfindlich der Sensor des Bewegungsmelders eingestellt ist. Er soll beispielsweise nicht durch die kleinere Tiere wie Katzen der Vögel ausgelöst werden. Auf der anderen Seite ist es wichtig dass er mit Sicherheit erkennt, wenn sich ein Mensch nähert.

Ein Bewegungsmelder, der beispielsweise Licht anschalten soll, braucht eine andere Empfindlichkeit als sogenannte Präsensmelder. Die Sensoren von einem Präsensmelder sind extrem empfindlich, denn sie sollen auf kleinste Bewegungen reagieren. Sinn der Präsensmelder ist, die Anwesenheit von Personen auch dann zu erkennen, wenn diese sich kaum bewegen.

Einsatzgebiete von Bewegungsmeldern

Über Bewegungsmelder werden heute viele Prozesse gesteuert. Mit PIR-Meldern kann die Dichte des Autoverkehrs erfasst werden oder eine Ampel erkennt, wenn Auto vor ihr warten.

Ein typisches Einsatzfeld ist ferner das Steuern von Licht und die Sicherheitstechnik. Beides wird häufig mit Smarthome Anlagen kombiniert.

Beispiele für die Lichtsteuerung

  • Ersatz von mechanischen Lichtschaltern
  • Aktivieren von Beleuchtung für eine Zeitspanne
  • Dauerlicht bei Anwesenheit
Bewegungsmelder

Bewegungsmelder können Lichtschalter ersetzen

Wischsensoren sind ein guter Ersatz für mechanische Lichtschalter. Es handelt sich um Bewegungsmelder mit einer Reichweite von wenigen Zentimetern. Sie ermöglichen das Licht an- und auszuschalten ohne Schalter zu berühren. Dies ist sinnvoll in Hygienebereichen und hat den Vorteil, dass Schalter ohne mechanische Bauteile nahezu verschleißfrei arbeiten.

Sensoren mit einem Erfassungsbereich von einigen Metern sind oft in einer Wandleuchte oder einem Strahler zur Deckenmontage integriert. In der Regel gehört auch ein Lichtsensor zum System.

Beispiel: Eine Wandaussenleuchte, die erkennt, wenn aufgrund der Lichtverhältnisse eine Lampe nötig ist. Über den Bewegungssensor schaltet sich das Licht für eine bestimmte Zeit an, wenn sich jemand der Wandleuchte nähert.

Für die Innenbeleuchtung eignet sich diese Steuerung für Flure oder Treppen, aber nicht für einen Aufenthaltsraum.

Hier kommt der Präsenzmelder zum Einsatz. Der Sensor erkennt, wenn jemand den Raum betritt und überwacht, ob die Person im Raum bleibt. Er sorgt dafür, dass das Licht angeschaltet bleibt. Erst wenn keiner mehr im Raum ist, geht das Licht aus. Schalter, die über die Präsenz reagieren sind häufig in öffentlichen Toiletten anzutreffen.

Bewegungsmelder als Teil der Sicherheitstechnik

Überwachung mit Bewegungsmelder

Der Bewegungsmelder steuert das Licht und die Kamera

Natürlich ist auch die Hausbeleuchtung, besonders die Wandaussenleuchte, teil der Sicherung von Häusern. Nichts hält Einbrecher besser ab, als helles Licht. Aber zur Sicherheit gehören auch Alarmanlagen und Funkkameras.

Der Erfassungsbereich hängt hier davon ab, welche Aktion der Bewegungsmelder auslöst. Das Licht darf und soll angehen, wenn sich jemand dem Haus nähert. Es dient nicht nur der Abschreckung es soll auch den Weg zum Eingang beleuchten. Sie sollen sehen, wer Einlass begehrt, aber auch des Nachts bequem Ihr Schlüsselloch finden.

Das Auslösen einer Kamera muss präziser erfolgen. Wenn diese nur dazu dient, dass Sie sehen wer Einlass begehrt, kann sie natürlich ähnlich wie die Wandleuchte gesteuert werden. Anders sieht es aus, wenn Sie die Bilder aufzeichnen und speichern. Besucher Ihrer Nachbarn und Passanten auf der Straße dürfen nicht mit erfasst werden.

Größte Präzision des Erfassungsbereichs verlangt die Alarmanlage. Häufige Fehlarme stören erheblich.

Wichtig: Wenn der Bewegungsmelder der Sicherheit dienen soll, dürfen Sie keinen Lichtsensor einsetzen. Er soll bei Tag und bei Nacht Annäherungen registrieren und die Kamera anschalten oder einen Alarm auslösen.

Installation von Bewegungsmeldern

Je präziser der Sensor auslösen soll, umso exakter muss die Montage erfolgen. Eine Wandaussenleuchte oder ein Strahler mit Bewegungssensor kann jeder anbringen, der in der Lage ist eine Wandleuchte zu montieren.

  • Wenn Sie eine Kamera oder eine Alarmanlage im Außenbereich einsetzen wollen, sollte ein Fachmann den Bewegungsmelder anbringen und einrichten. Falls Sie nur eine Überwachung während Ihrer Abwesenheit in der Wohnung wünschen, können Sie die Sensoren selber anbringen. Wählen Sie einfach einen großen Erfassungsbereich.
  • Präsenzmelder sind sehr sensibel. Ein Fachmann hilft den richtigen Platz für die Sensoren zu finden. Hier kommt in der Regel nur eine Montage an der Decke infrage. Melder und Lampe müssen nicht nahe beieinander sein.
  • Bewegungsmelder sind in der Regel für Netzbetrieb ausgelegt. Sie agieren als Schalter und sind daher wie diese in den Stromkreis zu integrieren. Das Anklemmen erfolgt fast immer über herkömmliche Lüsterklemmen.
  • Für Alarmanlagen bieten sich Melder an, die sowohl für Netzbetrieb als auch für Batteriebetrieb geeignet sind. Die Batterie sorgt dafür, dass die Anlage auch bei Stromausfall funktioniert. Unabhängigkeit vom Netzbetrieb hat auch den Vorteil, dass Grundeinstellungen erhalten bleiben.

Tipps zur Montage der Sensoren

info-Smarthome HerstellerLampen mit integrierten Bewegungsmeldern, wie Steinel sie in großer Zahl anbietet, bringen Sie dort an, wo Sie das Licht der Leuchte benötigen. Die Reichweite und der Erfassungswinkel stellen Sie über Stellschrauben und Blenden ein. Diese Betriebsart ist nicht optimal. In vielen Fällen ist es sinnvoll den Sensor an einer andere Stelle zu platzieren als die Lampe.

Busch-Jaeger bietet einen Reihe von Wischsensoren, Näherungssensoren und Präsenzmeldern an, die Sie unabhängig von einem Strahler anbringen. Näherungs- und Wischsensoren bringen Sie einfach statt eine Lichtschalters an. Bei Meldern, die Präsenz anzeigen, müssen Sie auf die Form des Überwachungsbereichs achten und auf die Raumgröße. Für lange schmale Räume bietet sich eine Wandmonate in einer Stirnwand an. Sie brauchen einen Melder, der einen schmalen rechteckigen Bereich überwacht.

In großen Räumen ist die Deckenmontage ein Vorteil. Sie überwacht einen Umkreis von 360°. Ein Bewegungsmelder an einer Wand hat nahezu immer einen toten Winkel, der eine unbemerkte Annäherung an den Sensor ermöglich. Ein Einbrecher könnte den Bewegungsmelder beschädigen, ohne Alarm auszulösen.

Burg-Wächter bietet Kameras mit integriertem Bewegungsmelder an. Der Erfassungsbereich von Kamera und Sensor ist meist identisch. Diese Geräte sind vorteilhaft für den Innenbereich.

Generell müssen Sie den Bewegungsmelder nach der Montage richtig ausrichten. Verstellen Sie die Neigung und damit auch die Reichweite sowie den Erfassungswinkel.

Störungen lassen sich vermeiden

Einige Probleme und die Lösung

Problem Ursache Lösung
Bewegungsmelder löst ohne Grund aus Sensor ist zu empfindlich eingestellt und /oder Erfassungsbereich ist zu groß Nachjustieren
Sensor erkennt Bewegungen nicht Hindernisse wie Bäume oder Sträucher stören das Erfassen. Bei PIR – Sensoren reichen dünne „Wände“ um ein Erfassen unmöglich zu machen. Hindernisse entfernen

Passive Sensoren gegen aktive austauschen

Melder regiert bei langsamer Annäherung nicht Einfache Melder reagieren ab einer Geschwindigkeit von 1 m/s Melder der Klasse A kaufen, der reagiert bereits ab einer kontinuierlichen Bewegung von weniger als 0,3 m/s
An nebligen Tagen reagiert der Melder grundlos oder es gibt Fehlermeldungen Partikel in der Luft stören aktive Melder PIR Sensor verwenden
Bei Kälte reagiert der Melder nicht Elektronik arbeitet oft nur in einem Bereich von über 0° C Melder verwenden der bis -40° ohne Störungen arbeitet
Melder fällt im Sommer häufig aus Sensor befindet sich an einer Stelle, die sich extrem bei Sonne aufheizt Platz wählen der von der Mittagssonne nicht beschienen wird

 

Gesetzliche Bestimmungen zu Bewegungsmeldern

Der Gesetzgeber schreibt lediglich vor, dass Aufzeichnungen des Geschehens außerhalb des Grundstücks verboten sind. Dieses Problem tritt häufiger im Zusammenhang mit Smarthome Anlagen auf.

Eine Grauzone ist eine starke Beleuchtung, die dazu geeignet ist einen Anwohner zu belästigen. Wenn der Bewegungsmelder ständig dazu führt das mehrere 1.000 Lumen ins Schlafzimmerfenster scheinen, kann dies der Fall sein.